12. September 2016

Design Thinking what?

Bei Zurich gibt es jetzt einen neuen Begriff im täglichen Sprachgebrauch: „Design Thinking“. Klingt spannend und beim laut Aussprechen so überhaupt nicht nach einer Versicherung. Was dieses Design Thinking genau ist, durfte ich vor einigen Wochen live bei einem 60-minütigen „Design Lab Walk“ erleben. Noch mehr Anglizismen, ich weiß, diese sind aber aus unserer Welt einfach nicht mehr wegzudenken. Und so ist es auch mit Start-ups, die mittlerweile auch in der Versicherungsbranche immer mehr Fuß fassen und mit innovativen Ansätzen den Markt immer schneller aufmischen. Und genau diese Start-ups sind auch der Grund, warum der Begriff Design Thinking bei uns so eine wichtige Rolle spielt. Er definiert nämlich, wie wir bei Zurich verstärkt arbeiten wollen, um unseren Kunden schnell neue, innovative Lösungen zu bieten.

 

Definition bitte!

Hier ging's zum Design Lab.
Hier ging’s zum Design Lab.

Design Thinking beschreibt also eine bestimmte Arbeitsweise, die insbesondere bei Start-ups eingesetzt und jetzt auch bei Zurich in so genannten Design Labs angewendet wird. Das Team, das in einem dieser Labs arbeitet, veranstaltet derzeit „Kennenlerntage“ und macht es mit den Design Lab Walks Kolleginnen wir mir möglich, die neue Arbeitsweise besser zu verstehen. So habe ich gelernt, dass Design Thinking klassischerweise in der Start- und Analysephase einer Maßnahme stattfindet. Durch Design Thinking sollen die anstehenden Aufgaben besser gelöst werden, indem Menschen aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen in einem kreativen Umfeld zusammenarbeiten, schnell erste Konzepte entwickeln, testen und konkrete Initiativen daraus ableiten. Ein wesentlicher Faktor von Design Thinking ist, aus Sicht der Kunden zu denken. Man sollte meinen, dass dies immer die Grundlage eines jeden Produktentwicklers sein sollte. Was beim Design Thinking aber hinzu kommt ist, dass so genannte „Customer Journeys“ erstellt werden, die das Kundenerlebnis entlang der gesamten Wertschöpfungskette beschreiben – ein typischer Output von Design Thinking.

Die Agenda für den Design Lab Walk
Die Agenda für den Design Lab Walk.

Für mich ist das ein absolut logischer Ansatz und ich frage mich, warum haben wir das nicht schon immer so gemacht? Wie mir beim Lab Walk erklärt wurde, arbeiten viele Unternehmen üblicherweise eher sequentiell – so auch bei Zurich. Das bedeutet, dass über einen längeren Zeitraum zuerst analysiert, dann konzipiert und anschließend umgesetzt wird. Dabei sind dann meist verschiedene Verantwortlichkeiten und Kompetenzen hintereinander geschaltet. Also ein wirklich langer Prozess, bei dem es mitunter passieren kann, dass erst ganz am Ende ein Fehler identifiziert wird und man wieder von ganz vorne beginnen muss. Das ist zeitaufwendig und kostet Geld. Design Thinking ist hingegen durch agiles Arbeiten geprägt. Das bedeutet, dass bereichsübergreifende und interdisziplinäre Teams in viel kürzeren Zyklen gemeinsam analysieren, kreative Ideen entwickeln, Lösungsansätze konzipieren und testweise umsetzen. Und das immer wieder, bis eine Idee auch zu einem Ziel führt. Macht Sinn.

 

Bunte Zettel und Sitzsäcke

Beim Design Thinking ist ein kreatives Umfeld das A und O. Was damit gemeint ist, habe ich bei meinem Walk dann auch gesehen, denn das Lab hier bei uns in der „Pop-Allee“ in Bonn ist vor allem eins: Voll mit bunten Klebezetteln. Auf den ersten Blick ein Chaos aus Neongrün und Neonpink, bei näherer Betrachtung erkennt man dann aber doch ein klar strukturiertes Schema. Neben bunten Klebezetteln gibt es auch eine Reihe von bunten Sitzsäcken, auf die man sich zum Brainstormen alleine oder in Grüppchen niederlassen kann. Echt komfortabel. Und auch insgesamt herrscht in den Labs eine sehr ausgelassene Stimmung. Ein tolles Miteinander, das uns Besucher an diesem Tag echt mitnimmt.

We are the Champions?

Bei Zurich nimmt der ganze Design Thinking-Ansatz Gestalt in Form von so genannten „Champion Teams“. Nein, das hat nichts mit dem Queen-Klassiker von 1977 zu tun. Bei den Champion Teams handelt es sich um sechs Teams, die in den Labs an unterschiedlichen Themenschwerpunkten arbeiten. Dabei arbeiten sie an unterschiedlichen kundenorientierten Initiativen im Bereich Vorsorge zum Beispiel im Falle einer Berufsunfähigkeit, beschäftigen sich mit Rentenversicherungsthemen oder schauen sich die Generation Y an. Zudem gibt es noch Teams, die sich mit besonderen Themen aus dem Motor-Bereich beschäftigen. Auch Kleine-und mittelständische Unternehmen sind im Fokus sowie natürlich ganz klassische Sachversicherungsthemen. In Teams von zehn bis 15 Mitarbeitern werden für diese Schwerpunkte dann neue Ideen entwickelt.

Und warum jetzt also Champions? Die Antwort liegt nahe: Der Begriff Champion steht hier für Vorreiter oder auch Ideenführer. Durch die neue Arbeitsweise wollen die Teams verstärkt Innovationen entwickeln und diese auch deutlich schneller in kundenorientierte Lösungen umsetzen und an den Markt bringen. Eine gute Erklärung wie ich finde. Auch insgesamt finde ich den neuen Ansatz sehr gut und dank des Lab Walks kann ich mir unter den ganzen Anglizismen nun auch etwas vorstellen. Ich bin gespannt, was sich aus den neuen Champion Teams entwickelt. Von dem ein oder anderem Champion werden wir hier auf unserem Blog bestimmt auch bald schon mehr lesen können. Ich freu‘ mich drauf!

[Gesamt: 15   Durchschnitt:  3.9/5]

Sandra Liedtke

Dieser Artikel wurde von Sandra Liedtke geschrieben.

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