6. April 2022

Ein Arzt bei Zurich: Dr. Christoph Lüdemann gibt Tipps zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Dr. Christoph Lüdemann ist Arzt für Innere Medizin und arbeitet seit etwa einem halben Jahr als Medizinischer Experte im Bereich Underwriting Life. Anlässlich des Weltgesundheitstages spricht er mit uns über eine der häufigsten Gründe für Berufsunfähigkeit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und erklärt, wie wir am besten vorbeugen können.

Christoph, bevor wir über Herz-Kreislauf-Erkrankungen sprechen. Erzähl mal, was macht eigentlich ein Arzt bei einer Versicherung?

Ich hatte nach einigen Jahren Klinik als Arzt nach einem Nebenjob gesucht. Da ich neben dem Medizinstudium auch BWL studiert hatte, fehlte meiner inneren ökonomischen Hälfte die Möglichkeit, sich auszuleben. Weil es zwischen Zurich und mir gut passte, hat sich im Laufe des Vorstellungsgespräches dann eine Vollzeitstelle für mich ergeben. Ich arbeite aktuell im Bereich Antragswesen Life Protection, das heißt, wir analysieren vor dem Hintergrund von Vorerkrankungen, mit welchen Produkten unsere Kunden am besten ihre Arbeitskraft oder ihre Familie absichern können. Ich bin Teil des Teams Strategic & Operational Development. Hier ist nicht nur medizinisches Wissen, sondern auch konzeptionelles und kreatives Handeln gefragt, weshalb ich als Arzt und Ökonom hier eine perfekte Schnittstelle gefunden habe. Außerdem kümmere mich auch um strategische Partnerschaften, z.B. mit Start-ups, akademischen Partnern etc., um den Antragsprozess insgesamt so kundenfreundlich wie möglich zu gestalten.

Und nun zu den Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Laut Morgen & Morgen sind diese eine der häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit. Kann man selbst etwas tun, um sein eigenes Erkrankungsrisiko zu senken?

Herz-Kreislauferkrankungen beinhalten Erkrankungen des Herzens und der Blutgefäße. Typisch sind hierfür Bluthochdruck, Arteriosklerose, eine Art „Verkalkung der Arterien“, aber auch Herzrhythmusstörungen, eine Herzmuskelentzündung oder der Herzinfarkt. Ganz wesentliche Risikofaktoren für Bluthochdruck und den Herzinfarkt sind Übergewicht, ein insgesamt ungesunder Lebensstil und Stress. Neben regelmäßiger Bewegung ist eine ausgewogene Ernährung ein wesentliches Mittel, um diese Krankheitsrisiken selbst effektiv zu senken. Für die Ernährung heißt das: Weniger tierisches Fett und mehr Gemüse und vor allem wenig Zucker. Grundsätzlich lohnt sich immer ein Blick auf die Inhaltsstoffe, insbesondere von verarbeiteten Lebensmitteln. Hier verstecken sich häufig Zucker und gesättigte Fettsäuren. Diese Dinge werden schnell zu Bauchfett und Übergewicht und bedingen unweigerlich einen Bluthochdruck. Diese Spirale fördert das Risiko für einen Herzinfarkt oder einen ischämischen Schlaganfall, der auch nichts anderes ist als das Resultat von verengten oder verschlossenen Gefäßen. Als Faustformel könnte gelten. 8.000-10.000 Schritte pro Tag und jeden Tag mindestens eine Portion Obst oder Gemüse. Mehr geht natürlich immer. Eine behutsame Steigerung der Bewegung ist zu empfehlen, um dem Bewegungsappart die Möglichkeit zu geben, sich an die Belastung zu gewöhnen.

Wie hilft eine Berufsunfähigkeitsversicherung, wenn der Ernstfall doch eingetreten ist und man aufgrund einer starken Erkrankung nicht arbeiten kann?

Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung wird genau jene Situation abgesichert, in der ich neben dem Verlust meiner Arbeitskraft auch den Verlust des Einkommens befürchten muss. Das bedeutet ganz konkret, dass ich mithilfe der Versicherungsleistung meinen Lebensunterhalt weiter bestreiten oder auch meinen Immobilienkredit weiter tilgen kann. Diese Absicherung unterstützt mich dabei, mich um meine Erkrankung kümmern und mich auf die Gesundung und ggf. Neuorientierung konzentrieren zu können. Manche Berufsunfähigkeitsversicherungen haben hier auch ein Rehabilitationskonzept. Zurich arbeitet hier konkret mit dem Kooperationspartner ReIntra zusammen, der Betroffenen nach einer durchlebten Krankheit oder nach einem Unfall mit einem umfassenden Beratungsangebot und Gesundheitskursen hilft, das körperliche, geistige und soziale Wohlbefinden wieder herzustellen. Wir möchten perspektivisch schon vorher ansetzen und dazu beitragen, dass wir als Zurich die Kunden dabei unterstützen, mit präventiven Angeboten gesund zu bleiben.

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Christoph Lüdemann

Dieser Artikel wurde von Christoph Lüdemann geschrieben.

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