10. Juli 2019

Für alle, die wirklich lieben – Zurich beim CSD 2019

Darf ich mich vorstellen: Ich heiße Claudia Sürth und bin seit über 30 Jahren bei der Zurich Versicherung und hier nun seit fast fünf Jahren als Betriebsrätin tätig.

Die CSD-Demo/Parade in Köln besuche ich nun schon seit zwanzig Jahren und als ich sah, dass sich dort auch immer mehr große Firmen wie die Deutsche Bank beteiligen, kam mir schnell der Gedanke: die Zurich Versicherung lebt Diversität doch nun wirklich aus voller Überzeugung. Warum soll das nicht auch mal nach außen gezeigt werden.

Wie es der Zufall will, hatte Frank Steiner, Leiter von Life Claims & Shared Services, dieselbe Idee. Und glücklicherweise haben wir denselben Menschen davon erzählt und diese haben uns dann zusammengebracht. Nachdem wir uns überhaupt erstmal kennengelernt hatten, wurde schnell ein grober Aktionsplan geschmiedet und unser Head of HR mit ins Boot genommen.

Diversität leben wir – aber wer marschiert mit?

Die erste Abfrage nach Überzeugungstätern, Mitlaufwilligen und Interessierten erfolgte im Februar versandt und wir waren sehr gespannt, ob sich überhaupt andere für unsere Idee, beim CSD mitzumachen, interessieren würden. Um dann absolut überwältigt von den vielen positiven Rückmeldungen zu werden! Mehr als 70 Kolleginnen und Kollegen haben uns geantwortet, dass sie sehr gerne mitkommen würden und uns auch bei den Vorbereitungen hierbei helfen möchten.

Brainstorming, Planung und Organisation

Das erste Treffen des Planungsteams im März war noch etwas chaotisch, weil wir als Neulinge beim Thema CSD-Organisation noch nicht mal wussten, ob wir überhaupt teilnehmen können. Wir haben uns dann wirklich überall Unterstützung geholt – von den Kollegen von PrideZ Schweiz an unserem Hauptsitz über die Kontaktaufnahme zum CSD-Organisator von der Deutschen Bank bis zur Nachfrage beim KLUST (Kölner Lesben- und Schwulentag als Organisatoren des ColognePride). Und am meisten haben natürlich viele tolle und engagierte Kolleginnen und Kollegen der Zurich geholfen.

Endspurt: Alles im Blick und mit großen Schritten voran

Und so gaaanz langsam hat es dann Formen angenommen. Die Abstimmungen waren teils sehr hektisch und wenn ich von „meinem Frank“ nicht jeden Tag mindestens ein CSD-Mail erhalten habe, fehlte mir schon etwas. Ich könnte noch ewig die Einzelheiten der Planungen aufführen, aber das würde vielleicht doch etwas langweilig. Kurz vor dem großen Tag hatten wir ca. 130 CSD-Shirts an Teilnehmer und „Crew“ verteilt und auch immer noch kurzfristige Anfragen, ob man sich uns anschließen könne. Ganz ehrlich: ich hatte zwischendurch den Überblick verloren, aber dann hatte ihn Frank wieder. Und umgekehrt 🙂

Gänsehaut. Gänsehaut. Gänsehaut

Aber die Belohnung kam am 7.7. – unsere erste CSD-Teilnahme! Als ich unseren Truck zum ersten Mal mit Deko und bunter Plane (danke, lieber Johannes für den grandiosen Entwurf!) gesehen habe, hatte ich die erste Gänsehaut. Alles mit Liebe zum Detail von den Mitarbeitenden der verschiedensten Abteilungen selbst geplant – Das macht stolz. Und als dann immer mehr unserer Kolleginnen und Kollegen in den schönen bunten Shirts zum Aufstellplatz in Köln Deutz kamen und von Anfang an tolle Stimmung verbreitet haben, hörte die Gänsehaut gar nicht mehr auf.

Um ca. zwei Uhr nachmittags sind wir dann gestartet und haben die komplette Strecke von etwas mehr als vier Kilometern getanzt, Fahnen geschwenkt und die Besucher der CSD-Demo/Parade mit unserer guten Laune angesteckt und gezeigt Wir. Sind. Bunt.

Ein unvergesslicher Tag! Den wir auf jeden Fall im nächsten Jahr wiederholen wollen.

Übrigens, wenn Ihr Euch wundert, warum ich immer Demo/Parade schreibe: Bei aller Partystimmung und Buntheit der 146 CSD-Gruppen ist es doch eine Demonstration für die Rechte von denjenigen, die vielleicht anders lieben und leben als es die sogenannte „Norm“ kennt.

Und weil ich finde, dass es bei Liebe um Menschen gehen sollte und nicht um Normen, bin ich aus vollem Herzen dabei.

Also – Happy Pride – auch im nächsten Jahr!

Eure Claudia

[Gesamt:3    Durchschnitt: 4/5]

Claudia Sürth

Dieser Artikel wurde von Claudia Sürth geschrieben.

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