13. Juni 2017

Lebensretter mit Wattestäbchen: Mund auf gegen Blutkrebs

Wussten Sie, dass alle 15 Minuten ein Mensch in Deutschland an Blutkrebs erkrankt?

Ich fand es unglaublich, dass leider fast jeder siebte Patient keinen passenden Spender findet. Da für zahlreiche Patienten eine Stammzelltransplantation die einzige Überlebenschance ist, habe ich mich bereits vor einigen Jahren dazu entschieden, mich in die Spenderkartei der DKMS aufnehmen zu lassen. Damals hatte ich sogar noch Angst vor Spritzen – doch die Registrierung erfolgte unkompliziert und schmerzfrei über einen Wangenabstrich.

Mund auf, Stäbchen rein – Spender sein!

Niemals hätte ich damit gerechnet, dass ich die Möglichkeit erhalten würde, einem an Blutkrebs erkrankten Menschen das Leben zu retten. Doch vier Jahre später, im August 2012, löste ein unerwartetes Schreiben der DKMS mit den Zeilen „Sie kommen als möglicher Spender in Frage“ Gänsehaut bei mir aus. Schon kurz darauf erreichten meine gespendeten Stammzellen meinen an Leukämie erkrankten genetischen Zwilling. Die Spende erfolgte durch ein dialyseänhliches Verfahren und zum Glück ebenfalls ohne Schmerzen. Jenny, eine junge und lebensfrohe Mutter aus den USA und ihre Familie und Freunde sind weiterhin sehr dankbar für dieses sehnlichst erhoffte Wunder.

Vielleicht benötigt auch Ihr genetischer Zwilling eine lebensrettende Stammzellspende – Sie haben die Möglichkeit, sich über www.dkms.de registrieren zu lassen.

Auch mein Arbeitgeber, die Zurich Gruppe Deutschland, ist davon überzeugt, dass jeder Einzelne zählt. Deshalb findet in diesem Jahr, am Weltblutspendetag den 14. Juni, bereits die zweite Registrierungsaktion in der Zurich Hauptverwaltung am Standort Bonn statt. Allein bei der Veranstaltung  im vergangenen Jahr haben sich 73 Mitarbeitende als mögliche Spender registrieren lassen. Da jede Registrierung die DKMS 40 € kostet, hat Zurich Versicherung die Kosten kurzerhand übernommen.

Mund auf. Stäbchen rein. Spender sein. Ich kann es wirklich jedem ans Herz legen.

Viele Grüße!

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Adriane Demme

Dieser Artikel wurde von Adriane Demme geschrieben.

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