17. September 2020

Als Insider im Zielgruppenmanagement der Zurich Versicherung

Als ich mein Praktikum im Juni 2020 bei Zurich begann, hatte ich noch so gut wie keinen Plan von Versicherungen. Warum auch? Ich war bisher immer über meine Eltern versichert und besitze zum Beispiel auch kein eigenes Auto. Es hat schlicht weg einfach der Anlass gefehlt mich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ich gehöre bisher zwar zu der kleinen Gruppe an Studenten, die den Nutzen einer Berufsunfähigkeitsversicherung früh erkannt haben und mir den erleichterten Einstieg gesichert, genau dort hörte mein Wissen aber auch schon wieder auf.

Hier gehts zum digitalen Versicherungswegweiser.

Und genauso wie mir geht es dem Großteil an jungen Leuten im Alter zwischen 18 und 29 Jahren. Umso interessanter war es für mich an einer Initiative mitzuarbeiten, die versucht eine Lösung für eben dieses Problem zu finden. Das Ziel war es dabei ein webbasiertes Tool zu entwickeln, das jungen Leuten basierend auf ihrer Lebenssituation für sie interessante Versicherungen vorschlägt, um den Durchblick im Versicherungsdschungel zu behalten. Meine Vorerfahrung aus dem Psychologie Studium konnte ich dort u. a. in den Usability-Tests einbringen, die einen zentralen Bestandteil der Arbeit im engen Austausch mit der Zielgruppe darstellen. Mit dem „digitalen Versicherungswegweiser“ ist es uns, meiner Meinung nach, auch mehr als gelungen ein innovatives, modernes und vor allen Dingen inhaltlich einfach zu verstehendes Hilfsmittel zu schaffen. Mich macht es sehr stolz mitzuerleben, wie das Projekt, an dem ich selbst mitgearbeitet habe, in den Release geht und wir als Team den Zugang zu hilfreichen Informationen zu Versicherungen und Co. für junge Leute erleichtert haben.

Wo das Wissen junger Leute über Versicherungen anfängt und dann bald auch schon wieder aufhört

Das Team des Zielgruppenmanagement der Zurich Gruppe Deutschland.

Doch wo liegt überhaupt das Problem? Warum beschäftigen sich junge Leute nicht mit Versicherungen? Und was würde das Themenfeld attraktiver machen? Mit genau diesen Fragen beschäftigt sich das Zielgruppenmanagement der Zurich Gruppe Deutschland. Denn ähnlich wie jungen Leuten im Bezug zu Versicherungen fehlt Versicherern oft der Durchblick bei jungen Leuten – ein Teufelskreis!  Zu meiner positiven Überraschung ist die Arbeitsorganisation hier kundenzentrierter aufgestellt als man es klassischerweise erwarten würde. Anstatt junge Leute nur von außen zu betrachten, sind sie auch Teil des Teams. Deswegen war es für mich als Praktikantin besonders schön mein Wissen zur Zielgruppe, der ich selbst auch angehöre, miteinbringen zu können und mich aktiv am Gestaltungsprozess zu beteiligen. Wie oft ist man schon in so jungen Jahren in der Position „Experte in seinem Gebiet“ zu sein? Manchmal muss man dafür nicht mehr tun als zur richtigen Zeit geboren zu sein, aber dann auch die Gelegenheit finden sein Wissen an den richtigen Stellen zu platzieren. Besonders da mein generelles Wissen über Versicherungen nach meiner Einschätzung sehr repräsentativ für meine Altersgruppe ist (also eher gering :D), bestand meine Leistung auch bei der Entwicklung des oben genannten Tools unter anderem darin, Erklärungen und andere informative Texte sowie die Wahl des Mediums kritisch zu betrachten und auf Zielgruppengerechtigkeit zu prüfen. Was die Vorgehensweise so gut macht? – man entwickelt nicht mehr Ideen an der Zielgruppe vorbei, sondern erhöht die Wahrscheinlichkeit den Nerv der Generation zu treffen!

Von Kapstadt zu Zurich

Mein Freiwilligendienst in Kapstadt.

Doch wie kam ich überhaupt dazu ein Praktikum bei der Zurich Gruppe Deutschland zu machen? Die Enttäuschung war zunächst groß als ich im März 2020 erfuhr, dass mein entwicklungspolitischer Freiwilligendienst aufgrund der internationalen Gesundheitskrise verfrüht beendet werden musste. Nachdem ich bereits 7 Monate in einer in Kapstadt ansässigen NGO als Freiwillige den Arbeitsalltag unterstützt und mich sehr gut an meine neue, multikulturelle Umgebung gewöhnt hatte, hieß es plötzlich sehr schnell Abschied von meinen Arbeitskollegen, Mitbewohnern und Freunden zu nehmen und die Rückreise nach Deutschland anzutreten. Mit einem weinenden Auge ließ ich den Table Mountain, mein Surfbrett und das Potenzial zu vielen weiteren Lernerfahrungen hinter mir zurück. In Deutschland überkam mich dann die ernüchternde Realität der Langeweile. Da mein Freiwilligendienst ursprünglich länger geplant war, hatte ich plötzlich viel mehr Zeit bis zum Beginn des Wintersemesters, welches ewig weit weg schien. Eine Alternative musste her! Und glücklicherweise eröffnete sich mir dann die Möglichkeit ein Praktikum im Zielgruppenmanagement bei Zurich zu machen. Meinen Bachelor in Psychologie habe ich 2019 beendet und auch schon vorher in Betracht gezogen berufliche Erfahrungen im wirtschaftlichen Arbeitsbereich zu sammeln. Eine glückliche Fügung könnte man sagen.

Ende gut, alles gut

Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich sehr froh darüber bin, dass sich für mich die Situation, die aufgrund der Covid-19 Pandemie entstanden ist, zum Positiven gewendet hat. Ich bin mir auch im Klaren darüber, dass ich sehr viel Glück gehabt habe und das Privileg genieße jung, gesund und guten Zugang zu Ressourcen zu haben. Ich bin dankbar für die vielen Eindrücke und Erfahrungen, die ich bei der Zurich Gruppe sammeln durfte, und dafür immer wieder etwas Neues zu lernen. Mir wurde eine interessante Perspektive auf meine eigene Generation eröffnet und der Anlass gegeben meine eigenen Einstellungen zu reflektieren; und etwas über Versicherungen habe ich auch noch gelernt ????

[Gesamt: 8   Durchschnitt:  5/5]

Janina Jablonski

Dieser Artikel wurde von Janina Jablonski geschrieben.

Zielgruppenmanagement der Zurich Gruppe Deutschland

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