3. August 2022

Das „Wir“ weiter stärken – mit dem neuen Arbeitsmodell FlexWork 2.0

Wenn die Unternehmen während der Pandemie eines gelernt haben, dann dies: In einem Arbeitsmodell ist deutlich mehr Flexibilität möglich, als vorher gedacht.

Bereits vor der Pandemie hatte Zurich ein dreigliedriges Arbeitsmodell etabliert, das einige Flexibilität in Bezug auf die Wahl des Arbeitsortes ermöglichte. Mit dem ersten Corona-Lockdown im März 2020 wechselten auch wir in den working@home-Modus. Dank leistungsstarker IT-Infrastruktur und fortgeschrittener Digitalisierung haben innerhalb einer Woche 95 Prozent der Mitarbeitenden produktiv zuhause gearbeitet. Und schon kurze Zeit später war uns klar: So wie vorher wird es nicht mehr.

Wie konnten wir also die Erkenntnisse aus der Pandemie in unser Arbeitsmodell einfließen lassen, um für eine gesunde Balance zwischen Kunden- und Partnerbedürfnissen sowie den Wünschen der Mitarbeitenden zu sorgen und so zum nachhaltigen Erfolg von Zurich beizutragen?

Wir entschieden uns dazu, nochmal auf der „grünen Wiese“ zu starten. Welches Modell würden wir wählen, wenn wir morgen das Unternehmen neu gründen würden? Was ist uns als Zurich zukünftig wichtig in der Zusammenarbeit?

Welches Arbeitsmodell ist künftig das Richtige für Zurich?

Wir tauschten uns mit vielen anderen Unternehmen aus – Großunternehmen und Start ups; solche, die bisher eher konservativ aufgestellt waren und solche, die schon vor Corona ihren Mitarbeitenden komplett freistellten, ob und wann sie zuhause arbeiten. Und so anziehend die vollständige Selbstbestimmung bezüglich des Arbeitsortes auf den ersten Blick auch ist, so hat sie doch einige Schattenseiten. Wir hörten von zufriedenen Mitarbeitenden, die die Flexibilität und Work-Life-Balance ihres Arbeitgebers schätzten. Wir hörten aber auch von Entfremdung, mangelhafter Interaktion und verhältnismäßig hohen Fluktuationsraten. Ergänzt wurden unsere Recherchen durch zahlreiche Studien, die sich ebenfalls mit den Veränderungen in den Arbeitsmodellen und deren Auswirkungen beschäftigten.   

Da für uns bei Zurich das „Wir“ ein ganz wichtiger Bestandteil unserer Kultur ist, war schnell klar, dass es um ein gutes „Mischungsverhältnis“ in der Aufteilung bezüglich der Arbeitsorte gehen muss, eben um jene gesunde Balance im Sinne des Unternehmens.

Wir strebten eine durchschnittliche Anwesenheitsquote über alle Office-Typen in den Bürogebäuden von ca. 50 Prozent an. Vertrauen ist in unserer Kultur ein wichtiger Baustein, und Vertrauen in unsere Mitarbeitenden haben wir – die Corona-Phase hat uns noch mehr darin bestärkt. Wir ermöglichen – abhängig vom Office-Typen – viel Freiraum bei der Wahl des Arbeitsortes. Gleichzeitig ist uns wichtig, dass der direkte Kontakt zu Kunden und Partnern sowie das persönliche Miteinander der Kolleginnen und Kollegen weiter gestärkt und ausgebaut werden.

Unterschiedliche Ausprägungen an Flexibilität

„FlexWork 2.0“ unterscheidet zwischen drei Office-Typen, die den Mitarbeitenden unterschiedliche Ausprägungen an Flexibilität bei der Wahl des Arbeitsortes einräumen: Fix-, Flex- und HomeOffice. Beim FixOffice-Typen wird die Arbeit zu 100 Prozent der vereinbarten Arbeitszeit an einem festen Arbeitsplatz in den Betriebstätten erledigt. Zurich Mitarbeitende, die dem Office-Typen „HomeOffice“ zugeordnet sind, arbeiten bis zu drei Tage von zuhause und zwei Tage in der Betriebsstätte. An ihrer gemeldeten Wohnadresse haben sie Anspruch auf einen voll ausgestatteten ergonomischen Arbeitsplatz. Die größte Flexibilität zeichnet den FlexOffice-Typen aus. Im „FlexOffice“ folgt der Arbeitsort der Aufgabe. Die Mitarbeitenden können unter Einbindung der Führungskraft entscheiden, wo der für die Aufgabe am besten geeignete Arbeitsort ist. Dieser kann sowohl inner- als auch außerhalb der Betriebsgebäude sein. Pro Quartal können bis zu 50 Prozent außerhalb der Betriebsstätte gearbeitet werden. Feste An- und Abwesenheitstage gibt es nicht. „FlexOfficer“ können sich ergänzend bestimmte Büroausstattungen wie einen höhenverstellbaren Schreibtisch, ergonomische Schreibtischstühle oder IT-Equipment für die Arbeit zuhause aussuchen, die dann von Zurich zur Nutzung überlassen werden.

Vom verordneten „ich“ zurück zum „wir“

Allen Office-Typen zugrunde liegt das Verständnis, dass Zurich die berufliche Heimat für unsere Mitarbeitenden ist. Dafür braucht es eben auch den Austausch in den Betriebsstätten, um die soziale Interaktion und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Das bisherige Feedback der Kolleginnen und Kollegen im Innendienst ist überaus positiv. Unsere kürzlich durchgeführte Umfrage zum Employee Net Promoter Score (ENPS) ergab für „Place to Work“ – hier wird die Meinung der Mitarbeitenden über die Attraktivität von Zurich als Arbeitgeber ausgedrückt – einen sensationellen neuen Höchstwert. Ich bin überzeugt, dass die Einführung von FlexWork 2.0 einen guten Anteil an dieser Mitarbeiterzufriedenheit hat. Auch auf dem Markt ist ein flexibles Arbeitsmodell sehr gefragt. So setzen wir einen weiteren Akzent als verantwortungsvoller und moderner Versicherer und Arbeitgeber.

Und nicht zuletzt: Durch das nun erweiterte Arbeitsmodell möchte die Zurich Gruppe Deutschland ihre ambitionierten Nachhaltigkeitsziele unterstreichen und für einen geringeren Emissionssaustoß sorgen. Virtuelle Konferenzen und die Möglichkeit, zuhause zu arbeiten, sollen dazu beitragen, Dienstreisen und Pendelverkehr zu reduzieren, ohne dass die Kunden- und Beziehungspflege darunter leiden.

Gespannt schauen wir, was die ersten Monate mit FlexWork 2.0 in der Praxis bringen. Wir werden sehr aufmerksam beobachten, ob es Anpassungsbedarf gibt. Denn FlexWork 2.0 bringt nicht nur Flexibilität in den Joballtag – wir haben es als fließendes Modell entwickelt, in dem immer wieder Anpassungen bei Bedarf vorgenommen werden.

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Daniela Breuer

Dieser Artikel wurde von Daniela Breuer geschrieben.

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