5. September 2017

Schritt für Schritt einem Ziel entgegen: Sportlicher Ehrgeiz beim Schritte-Wettbewerb

Um etwas zu erreichen, benötigt es Einsatz. Jede Bewegung braucht einen Antrieb. Beim Rheinsteig Schritte-Wettbewerb ist dies nicht anders. Ich, Nicole Paprotny, Auszubildende bei Zurich am Standort Bonn, war nie eine große Freundin des Joggens. Das Laufen war schon immer die eine Sportart, der ich das Wenigste abgewinnen konnte. Aber dass ich nicht jogge, heißt nicht, dass ich mich nicht bewege.

Und genau das überzeugte mich vom Rheinsteig Schritte-Wettbewerb. Denn hier zählt nicht die Geschwindigkeit oder das Tempo, hier zählen allein die Schritte, die zurückgelegt werden. Angemeldete Teams sammeln Schritte, die über Smartwatch oder Fitnessband gezählt werden. Dazu gehört auch schon das Ersteigen von Treppen, der abendliche Rundgang mit dem Hund, die Stunde Badminton auf dem Platz, der schnelle Spaziergang in der Mittagspause oder der Fußweg von der Wohnung zum Supermarkt.

Es gibt viele Möglichkeiten, Bewegung zu vermeiden. Das wird uns im Alltag eigentlich zu leicht gemacht und man nimmt die Möglichkeiten auch nur allzu gerne wahr, da bin ich keine Ausnahme. Man wählt den Aufzug statt der Treppe, den Bus statt des Fußgängerwegs oder den Lieferanten statt des traditionellen Einkaufs. Es ist verführerisch, sich für den einfacheren Weg zu entscheiden und, ja, manchmal spart es essentielle Zeit, die wir uns lieber für andere Dinge bewahren.

Aber so ein Wettbewerb unter Kollegen, bei dem wir gegenseitig unser Schritte-Konto vergleichen, ruft uns noch einmal ins Gedächtnis, wie viel wir uns tatsächlich bewegen – oder eben auch nicht bewegen. Die eigenen täglich zurückgelegten Schritte verfolgen zu können, macht einem sehr viel bewusster, welche Treppe man vielleicht doch einmal nimmt oder wie viel Spaß es macht, mit Freunden einen Teamsport auszuüben, bevor man sich zusammen die neueste Serie ansieht.

Die letzten Wochen seit dem 06. Juni haben da sicher ihren Einfluss gezeigt. Der Rheinsteig Schritte-Wettbewerb ist ein Ansporn. Denn seien wir mal ehrlich, der Vergleich zu anderen Teams animiert dazu aufzuholen, sich bewusster zu bewegen, seine Teamkollegen zu motivieren und eventuell sogar am 09.09. den Preis für das Team mit den meisten Schritten mit nach Hause zu nehmen.

Am Ende gewinnt man ohnehin – ob nun eine neues Gespür für sein eigenes Schritte-Maximum, die Gewissheit, sich selbst etwas Gutes getan zu haben, oder die schiere Genugtuung, sich gegen den inneren Schweinehund gestellt zu haben und ein paar Schritte mehr gegangen zu sein, als in unserer manchmal so wunderbar bequemen Welt vielleicht nötig gewesen wären.  

Zurich bewegt. Unter anderem mit dem Rheinsteig Schritte-Wettbewerb.

[Gesamt:6    Durchschnitt: 4.3/5]
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Nicole Andrea Paprotny

Dieser Artikel wurde von Nicole Andrea Paprotny geschrieben.

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