13. März 2017

Weiterbildung schon während der Ausbildung? Das geht!

„Jeder der aufhört zu lernen, ist alt, mag er zwanzig oder achtzig Jahre zählen. Jeder, der weiterlernt, ist jung, mag er zwanzig oder achtzig Jahre alt sein.“

Mit den Worten Henry Fords will ich meinen Blog-Beitrag einläuten: Das berufsbegleitende Studium zum/zur staatlich anerkannten Betriebswirt/-in, welches schon während der Ausbildung beginnt. Kurz zu meiner Person: Mein Name ist Marie Wester, ich bin 20 Jahre alt und mache derzeit eine Ausbildung zur Kauffrau für Versicherungen und Finanzen bei der Zurich Gruppe Deutschland am Standort Köln. Neben meiner Ausbildung absolviere ich das oben genannte Abendstudium, welches ich euch nun gerne näher bringen möchte.

 

Warum Studium während der Ausbildung?

Zunächst möchte ich auf das Zitat von Henry Ford zurückkommen: „Jeder der aufhört zu lernen, ist alt, mag er zwanzig oder achtzig Jahre zählen. Jeder, der weiterlernt, ist jung, mag er zwanzig oder achtzig Jahre alt sein.“ Meiner Meinung nach ist Weiterbildung ein sehr wichtiger Bestandteil und auch der Grundstein einer jeden Karriere. Gerade in meinem Alter fällt einem das Lernen deutlich einfacher. Man ist noch in seinem Lernmodus drin und kann direkt an die Lernphase des Abiturs anknüpfen. Demnach fand ich es super als wir in der Berufsschule das Studium zum/zur staatlich anerkannten Betriebswirt/-in vorgestellt bekommen haben.

Der Ausschlaggebende Punkt, warum ich dieses Studium begonnen habe, liegt klar auf der Hand: Mir wird hier tiefgehendes Wissen in wirtschaftswissenschaftlichen Sachverhalten, umfangreiche Kenntnisse und spezielle Kompetenzen in der Finanzdienstleistungsbranche vermittelt, welche ich in meinem Berufsalltag anwenden kann. Zudem kann ich weiterhin Erfahrungen im Berufsleben sammeln und hebe mich zudem positiv von den Mitbewerbern am Arbeitsmarkt ab und kann den Wissenstransfer im Unternehmen stärken, da ich meine Fähigkeiten und das erlernte Fachwissen mit anderen Mitarbeitern austauschen kann.

 

Während der Ausbildung noch Studieren braucht ein gutes Zeitmanagement!

 

Wie läuft das Studium ab?

Ich gehe, während der Ausbildung, einmal wöchentlich Dienstagabends in die Fachhochschule und bilde mich in Themen wie beispielsweise Betriebswirtschaftslehre, Marketing oder Personal weiter. Nach meiner Ausbildung werden die Anwesenheitstage der Fachschule auf zweieinhalb Tage die Woche erhöht. Das bedeutet, dass ich muss dienstags, mittwochs und jeden zweiten Samstag in der Fachhochschule bin. Natürlich kann man sich schöneres vorstellen, als nach einem langen Arbeitstag noch in der Schule zu sitzen, aber man weiß ja wofür man’s macht. 😉 Zudem herrscht hier auch Anwesenheitspflicht. Mal eben ein Fach ausfallen lassen geht also nicht. 🙂

Das Studium geht über neun Semester, insgesamt also viereinhalb Jahre lang. Hört sich erst einmal wahnsinnig lang an, aber man muss bedenken, dass man die Lerninhalte während der Ausbildung lediglich an einem Tag in der Woche in vier Unterrichtsstunden vermittelt bekommt. Nach der Ausbildung werden die Anwesenheitstage zwar erhöht, jedoch ist es immer noch ein berufsbegleitender Studiengang.

In den Ersten Semestern finden Differenzierungskurse statt. Versicherung für Bankkaufleute und Bankenbetriebslehre für Kaufleute für Versicherungen und Finanzen. Des Weiteren stehen Fächer wie zum Beispiel Recht, Personal und VWL auf dem Stundenplan. Im fünften Semester, wenn sich die Anwesenheitstage erhöhen, kommen noch Fächer wie Controlling, Wirtschaftsmathematik und Rechnungswesen hinzu. Ab dem siebten Semester befindet man sich dann in einer Projektphase, im neunten Semester erfolgt dann das Examen.

Nachdem man dann seine Abschlussprüfung und seine Projektarbeit erfolgreich beendet hat, hat man die Möglichkeit, innerhalb von neun Monaten einen Bachelor of Arts General Management an der Europäischen Fachhochschule (EUFH) anzuhängen. Ein weiterer Grund, warum ich mich für diesen Bildungsweg entschieden habe.

 

Bleibt da noch Zeit für Freizeit?

Da ich das Studium erst im August 2016 angefangen habe, kann ich hierzu noch nicht wahnsinnig viel sagen. Allerdings kann ich bisher behaupten, dass ich definitiv noch genügend Zeit für Freunde, Familie und Hobbies habe. Meiner Meinung nach ist es einfach wichtig, wie man sich seine Zeit einteilt. Vor allem in den ersten Semestern, in dem man parallel noch zur Berufsschule geht, haben die Dozenten in der Fachhochschule vollstes Verständnis, sollte man vor einer wichtigen Klausur die Schule mal sausen lassen.

 

Unterstützung durch den Arbeitgeber

Natürlich war mir bewusst, dass ich diese Doppelbelastung vorerst mit meinem Arbeitgeber absprechen musste. Die Zurich Gruppe Deutschland war von dieser Idee sofort begeistert und bot an, mich und meine drei Azubi-Kollegen, die dieses Studium mit mir antreten, finanziell zu unterstützen. Da es arbeitgeberunabhängig ist, war dies nicht selbstverständlich und sehr zuvorkommend. Man hat gleich gemerkt, wie sehr das Unternehmen daran interessiert ist, seine Mitarbeiter zu fördern. Eine super Sache wie ich finde, man fühlt sich als Auszubildender direkt ernst genommen und als wichtiger Teil des Unternehmens.

Ich hoffe, ich konnte euch meinen Bildungsweg etwas näher bringen. Bei Fragen stehe ich euch gerne zur Verfügung. 🙂 

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Marie Wester

Dieser Artikel wurde von Marie Wester geschrieben.

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  1. Es ist schön, wenn ein berufsbegleitendes Studium ohne größere Probleme klappt. Bei jedem berufsbegleitenden gibt es allerdings auch „Schwächephasen“, in denen Disziplin und gutes Zeitmanagement gefordert sind. Gerade zum Ende hingegen, wenn es an die Abschlussarbeit geht, kann dies schwierig werden.

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